Das Ende der Fahnenstange

Es war immer so weit weg. Immer mal wieder habe ich mir natürlich schon ein paar Gedanken darüber gemacht… allerdings selten bis ins Detail. Es war ja doch irgendwie noch so weit weg. So richtig weit weg.

Aber auch „weit weg“ steht dann eines Tages unmittelbar vor der Tür. Somit heißt es für mich in Kürze, dass ich meine Tasche packen und mich auf den Weg zur Schule machen darf/muss/kann. Naja, mal fühlt es sich wie das eine, mal wie das andere an.

Fakt ist, dass sich meine langjährige Elternzeit dem Ende nähert. Alles aufgebraucht an Erziehungsurlaub, was mir so zugestanden ist. Von „Urlaub“ kann diesbezüglich eigentlich nicht die Rede sein und vorbei ist das mit der Erziehung ja noch sehr lange nicht. Aber nichts desto trotz ruft die Pflicht.

Da sich meine Stammschule nicht gerade in unmittelbarer Nähe befindet, und mir mit Familie, Haushalt und all den sonstigen Aufgaben und Verpflichtungen noch genug Zeitfresser erhalten bleiben, habe ich einen Versetzungsantrag gestellt. Bisher ist er nicht bewilligt, aber ich bin vorerst an die Schule im Nachbarort abgeordnet.

Ich war inzwischen zwei Mal kurz an dieser Schule, aber irgendwie ist das alles sehr fremd für mich. Manchmal frage ich mich, warum ich überhaupt zurück gehe in diesen Beruf, der sich noch nie so wirklich nach meinem Beruf angefühlt hat. Es waren nur wenige Jahre, die ich in der Schule war. Ein Gefühl von Routine kam in dieser Zeit nicht auf, denn dazu braucht es schon ein paar Jahre an ein und demselben Platz.

Ich bin gespannt, was mich erwarten wird und wie es sich dann anfühlt, wenn es tatsächlich los geht. Vielleicht schlummert da ja doch noch etwas tief in mir drin…

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