Stets viel los bei den Daheimgebliebenen – und auch beim reisenden Papa

Auch der Dienstag startet zur gewohnt frühen Stunde. Ben hatte in den Abendstunden einen unruhigen Schlaf und war sogar richtig am Weinen, so dass ich ihn letztlich zu mir ins Bett geholt habe. Nach einer ausgiebigen Kuschelrunde hat er dann ganz entspannt neben mir geschlafen.

Der Vormittag beinhaltete neben etwas Ordnung schaffen noch einen Ausflug in den Second-Hand-Laden im Nachbardorf. Ich war schon länger nicht mehr dort und wir haben sogar ein bisschen was gekauft. Danach hieß es für Ben schlafen gehen und für mich ab in die Küche, Mittagessen kochen. Es gab selbstgemachte Spätzle, Hackfleisch und Bratensoße.

Leider war Ben viel zu schnell wieder munter. Er schläft selbst über Mittag deutlich tiefer und entspannter, wenn ich bei ihm bin. Weil ich noch am Kochen war, ist er direkt vom Bett in die Trage gewandert. Fand er anfangs nicht ganz so klasse, aber so war er am besten aufgeräumt.

Romy war an diesem Tag schon wieder in der Schule, obwohl ihr Auge noch nicht komplett abgeheilt war. Aber ihre Klasse hat einen Ausflug nach Stuttgart in Theaterhaus unternommen, und da wollte sie sehr gerne dabei sein.

Ich habe es an diesem Tag – aufgeteilt zwischen Vor- und Nachmittag – endlich geschafft, einen Großteil der Kleidungsboxen aus dem Keller durchzuschauen und einen Teil davon auszusortieren. Nun ist immerhin ein kleines bisschen mehr Ordnung ins Chaos eingezogen und ein paar Kleidungsstücke sind sogar schon in den Wäschekorb gewandert. Ben war währenddessen mit seiner Oma in der Stadt unterwegs gewesen.

Als Josia nach Hause kam wollte er fast unmittelbar in sein neues Spielzimmer gehen. Ich war gerade noch dabei, die Brötchen fürs Abendessen vorzubereiten, also ist die Bibi mit den zwei Jungs nach unten. Dann hatte mein Mann noch Botendienste für mich. Dank meiner Schwiegermutter – die immer noch unten die Stellung hielt – konnte ich sogar unverzüglich in die Stadt radeln und die Pakete aufgeben.

Der Abend nahte und das Essen musste auf den Tisch, heute etwas zeitiger, weil der nächste Elternabend ins Haus stand. Drei der Kinder weilten noch im Orchester und so war die Runde am Tisch sehr überschaubar.

Ben musste unbedingt unter die Dusche, da er sich am Nachmittag mit einer Ladung Fruchtsaft überschüttet hatte. Konnte man noch deutlich riechen, wenn man ihn in den Arm genommen hat. Er fand das Duschen ziemlich doof – hoffentlich wird das nun nicht zur Regel.

Ich habe Benjamin bettfertig gemacht und seine Flasche vorbereitet, während Josia noch eine kleine Dusche nahm. Und dann musste ich los, denn wegen der Kurswahl-Info ging es an diesem Abend schon um 19 Uhr los. Ich war pünktlich an der Schule und wurde mit Informationen überschüttet. Dagegen war der anschließende Elternabend ein echter Spaziergang. Ging dann aber etwas länger als am Tag zuvor.

Daheim haben meine Schwester und meine Schwiegermutter den Kinder-Bett-Bring-Dienst übernommen. Es wurde zwar später als gewohnt, aber am Ende haben beide Jungs ganz selig in ihren Betten geschlafen.

In der Nacht zum Mittwoch erschallte Josias Ruf leider schon um 2.50 Uhr! Ich bin zu ihm getorkelt, um ihn in mein Bett zu holen. Ich hatte einfach keine Lust darauf, wenige Stunden später erneut kommen zu müssen. Er hat ohne Probleme mitgemacht und zum Glück relativ zeitnah wieder geschlafen. Auf mich warteten jede Menge wirrer Träume und der nächste Weckruf um 3.50 Uhr, diesmal von Benjamin. Schnuller und Händchen halten haben geholfen und ich sank recht bald wieder ins Traumland – immer noch sehr schräg.

Ab 5.30 Uhr zog die morgendliche Unruhe ihre Kreise – erst Ben, dann Josia. Und kurz nach 6 Uhr hielt sie nichts mehr und ich gab mich geschlagen.

Als ich mein Handy angeschaltet habe, sah ich eine Nachricht von meinem Bruder: „Haben deine Kinder heute Schule?“ Großes Fragezeichen in meinem Kopf… wieso sollten sie keine Schule habe? Das hätten sie uns doch gestern beim Elternabend gesagt!

Aber des Rätsel Lösung ließ nicht auf sich warten. Er hatte mir nämlich zusätzlich einen Link geschickt. Noch bevor ich mir diesen angeschaut habe kam die nächste Nachricht. Diesmal von unserem Lehrerfreund: „Mittwoch keine Schule in der ganzen Glemsaue! Wegen Brand in der Chemie.“

Vor lauter Wirbel um die Schule kamen wir ein wenig in Verzug. Josia hatte sich aber bereits eigenständig um sein Frühstück bemüht und Ben war natürlich mit von der Partie.

Annelie und Nasya sind los, Josia wenig später ebenfalls und wir Verbleibenden haben gemeinsam gefrühstückt. Für Romy hatte sich die Frage: Schule – ja oder nein, nun von selbst erledigt. Sie hatte sich nämlich gestern Nachmittag schon ein wenig unwohl gefühlt und über erneute Halsschmerzen geklagt. Und da sie dienstags 10h Unterricht hat, kann man solche Anzeichen ja nicht einfach ignorieren. Nun konnte sie ohne Probleme daheim bleiben, worüber sie sich sehr gefreut hat!

Die zwei Schulfrei-Kinder haben natürlich sofort Pläne für den Vormittag geschmiedet: Wenn sich Mama um Ben kümmert, dann können wir Siedler spielen!

Gesagt getan. Und damit die drei wirklich in Ruhe spielen konnten, bin ich nach Frühstück, Aufräumen und Wäsche machen zum Einkaufen gefahren. Da ich drei verschiedene Läden aufgesucht habe, war ich letztlich 1,5h außer Haus.

Wir kamen gerade rechtzeitig zum großen Finale wieder. Während ich die Einkäufe verräumt habe, wurde am Esstisch das Spiel aufgeräumt – bei Siedler ja immer etwas aufwändiger.

Romy hat sich nach oben verzogen, um sich noch ein wenig auszuruhen. Sicher sinnvoll, Joel wollte sehr gerne noch an die Wii und wir zwei Frauen haben das Mittagessen in Angriff genommen.

Benjamin ist schnell in der Trage eingeschlafen, so dass wir uneingeschränkt kochen konnten. Josia kommt mittwochs ja immer schon gegen 12.20 Uhr. Und so gab es heute einfach früher als sonst essen, weil ja tatsächlich alle, die aktuell nachmittags zum Essen heimkommen, da waren.

Während meine Schwiegermutter mit den zwei Kleinen gespielt hat, konnte ich mit ein paar wenigen Nähten für Josia ein Kostüm zaubern. Ich wurde unweigerlich an die Zeiten auf Sansibar erinnert, wo ich für die Book-Week regelmäßig die Nähmaschine hervorgekramt habe.

Anschließend sind wir noch gemeinsam ein wenig vor die Haustüre, denn die Sonne war so schön am Scheinen. Ben durfte Bobbycar fahren und Josia ein bisschen Fußball spielen. Dann wollte er lieber in den Sandkasten. Und so saßen die beiden eine Weile in der Buddelkiste.

Kurz nach 15 Uhr musste ich mit Romy los zum Kinderarzt. Hat zwar mal wieder etwas länger gebraucht. Aber der Verdacht hat sich bestätigt und sie hat erneut Scharlach. Da kommt es sehr gelegen, dass derzeit eh keine Schule stattfinden kann.

Ach ja, die Schulbrand-Geschichte hat sich auch durch den ganzen Tag gezogen. Immer wieder kamen neue Nachrichten und zum frühen Nachmittag hin stand dann fest, dass vor den Ferien kein Unterricht mehr stattfinden wird.

Um 17.30 Uhr stand noch Vorsorge beim Zahnarzt auf dem Plan. Ich bin mit drei Kindern im Schlepptau losgezogen, während meine Schwiegermutter mit Benjamin gespielt hat. Josia hat sehr gut mitgemacht und die Zahnärztin konnte sogar diesen Lack auf die Backenzähne auftragen.

Bevor es Abendessen gab, hat Josia inhaliert. Und dann gab´s noch einiges an Iii-Bääh Rufen von ihm, bevor er es dann doch irgendwann geschafft hat, sein Abendbrot zu essen. Schmeckt wohl nicht so angenehm dieses Zeug. Selbst Stunden später im Bett hat er sich noch ein paar Mal beschwert bei mir.

Morgen heißt es dann Abschied nehmen von Bibi und Babu – wobei der Babu heute schon losgezogen ist, weil er noch einen Teil seiner Geschwister besucht. Aber bevor es soweit ist, muss natürlich ganz dringend noch gespielt werden.

Und zum Abschluss noch ein paar Bilder, die uns der reisende Papa geschickt hat:

Ha-Di war unter anderem auf der höchstgelegensten Fernstraße Tansanias unterwegs

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