Mit 21 Monaten…

… werde ich von meiner Mama mal wieder zu einem Sesselbild „gezwungen“.

… renne ich bevorzugt durchs Leben. Oder ich marschiere wie ein kleiner Protz, mit schlenkernden Armen und leicht watscheligem Gang. Ich liebe die vielfältigen Möglichkeiten, sich vorzubewegen und teste auch immer wieder Neues aus.

… bin ich endlich groß genug, um bequem auf dem Laufrad zu sitzen. Ein kleines Trostpflaster stellte in den vergangenen Monaten das kleine Pukylino dar, denn das war ja schon fast wie ein Laufrad – zumindest in meiner Wahrnehmung. Damit düse ich bis heute noch schwungvoll durch die Wohnung. Und bei manchen Kurven ergibt sich damit auch schon das Zwei-Rad-Feeling.

… steht alles was Räder hat weiterhin ganz hoch im Kurs bei mir. Die Autokiste verliert für mich auch bei täglicher Nutzung nichts von ihrem Reiz. Und man kann die Autos schließlich nicht nur auf dem Boden rumflitzen lassen, sondern sogar an den Wand entlang schieben oder zu langen Autoschlangen aufreihen. Und manchmal fliegen sie sogar durch die Luft. Ich lasse die Autos auch gerne über andere drüberfahren. Als sich neulich bei solch einer Aktion die Räder in Mamas Haaren verfangen haben, hatte sie ganz schön mit der Befreiung zu kämpfen. Diesen Bereich sollte ich künftig wohl eher meiden.

Ich kann auch während dem Essen Auto spielen, immer schön rund herum ums Teller fahren

… schlafe ich relativ zuverlässig von 8 bis 6 Uhr – plus minus 15 Minuten. Mein Mittagschlaf sollte die 45 Minuten Marke allerdings nicht überschreiten, sonst ist das mit dem Einschlafen am Abend oft ein sehr langwieriger Prozess. Hin und wieder gibt es aber Nächte, wo ich so ganz allein in meinem Bett nicht glücklich bin und dringend Nähe brauche. Wie gut, wenn Mama mich dann zu sich ins Bett nimmt. Kuscheln war eben schon immer ganz wichtig für mich. Und das mache, wenn es die Zeit zulässt, auch fast jeden Morgen. Meine Mama bezeichnet das allerdings als Frühsport, denn ich ändere dabei ständig meine Lage und das natürlich überwiegend auf meiner Mama drauf.

… stehe ich ziemlich auf Sonnenbrille. Wenn wir das Haus verlassen, dann schließe ich mich gerne meiner Mama an und fordere „Biiee“. Die Brille gehört eigentlich meinem großen Bruder, aber der trägt die in der Regel sowieso nur wenige Minuten. Das gibt´s bei mir nicht. Wenn Brille dann richtig.

… stellen verschlossene Türen für mich kein Hindernis mehr dar. Allerdings hat mein Papa sehr schnell das Werkzeug aus dem Keller geholt, um zumindest die Wohnungstüre wieder unpassierbar für mich zu machen. Und das mit dem Stuhl hat bisher auch noch nicht geholfen – keine Ahnung, wie ich das anstellen muss. Aber wenn Josia da ist, dann macht der eben einfach schnell die Türe auf und wir können nach oben, unten oder vor die Türe entwischen.

… habe ich mein Kauwerkzeug auf eine stattliche Zahl von 16 Zähnen aufgestockt. Hin und wieder nutze ich diese auch mal als Kampfwerkzeug – bevorzugt meinem älteren Bruder gegenüber. Und dann finde ich es voll toll, meine Mama anzuknabbern. Also so manchmal eben, wenn wir kuscheln und schmusen. Leider findet die das gar nicht klasse und ich bekomme dann immer Ärger mit ihr, wenn ich das mache.

… vergeht kein Tag, ohne neue Wortfindungen. Und viele dieser Worte scheinen meine Familienmitglieder tatsächlich zu erkennen. Das ist wirklich cool – und hilfreich. Auch so richtig lange Wörter wie >Sandkasten< und >Staubsauger< machen mir Spaß. Ein bisschen muss ich allerdings noch an der Genauigkeit üben, wobei Mama mich diesbezüglich echt problemlos zu verstehen scheint. Zwei bis drei-Wort-Sätze kommen mir gut von der Lippe.

Hier bestaune ich eine „aupe“

… stehe ich voll auf Lieder. Ich liebe die Bücher und den orangenen Stift, der mir dann so viele tollen Geräusche und Lieder vorspielt. Ich versuche mich nun auch in der Begleitung meiner Mama, wenn sie mir abends das Gute-Nacht-Lied vorsingt.

… hüpfe ich wie ein kleiner Flummi voller Energie auf unserem Trampolin. Die Bezeichnung „hobi hobi“ habe ich bei meiner Cousine aufgeschnappt. Also am besten funktioniert es, wenn kein anderer rum hüpft. Aber meistens bin ich nicht allein, was natürlich viel lustiger ist! Und überhaupt ist Lachen meine Lieblingsbeschäftigung: laut, anhaltend und bevorzugt im Duett mit Josia, meinem allerbesten Freund.

… finde ich es ziemlich gemein, dass mein Bruder jeden Morgen mit dem kleinen Bus davonfährt und mich nicht mitnimmt. Mit wem soll ich denn nun bitte spielen, wenn der sich in der Schule vergnügt? Das war doch viel lustiger, als er immer hier war. Aber ich glaube, diese Meinung teilt sonst keiner mit mir… außer vielleicht Josia.

… arbeite ich voller Konzentration, wenn es ans Malen oder Kneten geht.

… ist mein Geschrei sehr laut. Mama sagt, dass ich problemlos einer Kreissäge Konkurrenz machen könnte und dass sie bald nur noch mit Oropax rumlaufen wird, wenn ich meine Lautstärke nicht endlich etwas drossle. Also ich denke, dass sie da übertreibt. So schlimm kann das bisschen Weinen ab und an doch gar nicht sein. Naja, die letzten Tage war ich nicht so gut drauf – aber man hat eben so seine Phasen. Und wenn ich Mama gerade ganz besonders viel brauche und am liebsten ununterbrochen auf ihrem Arm sein würde, muss ich ihr das ja irgendwie klar machen.

… sehe ich Josia regelmäßig, wie er sich mit beiden Händen die Ohren zuhält. Ob das wohl mit dem zuvor beschriebenen Aspekt zusammenhängen könnte?

… bin ich ganz treu zur Stelle, wenn Josia seine Schulaufgaben macht. Manchmal schnappe ich mir einen seiner Bundstifte und male ein bisschen, oder ich versuche den Klebestift zu mopsen, weil es einfach so viel Spaß macht, mit diesem Ding zu hantieren. Am besten finde ich aber die lustigen Videos von der Schule und die Lieder-Clips.

… habe ich mir angewöhnt, dass ich meine Socken ausziehe, bevor ich das Haus verlasse. Ganz gleich, ob vorne raus oder in den Garten. Außer meine Mama holt doch die Schuhe aus dem Schrank, dann gehen wir eben damit raus. Ist auch ok für mich.

… bin ich schon ein richtig guter Baumeister. Aus Holzklötzen einen Turm machen hat mir mein Papa schließlich oft genug vorgeführt.

… sind meine Haare wirklich lang geworden. Immer mal wieder muss ich meinen Kopf wild hin und her schütteln, da ich es so cool finde, wenn die Haare dann rumwirbeln. Bisher wurden mir nur ein paar Fronthaare gekürzt, damit sie mir nicht ständig in den Augen rumhängen. Den Rest der Haarpracht halte ich dank der vielen Locken dennoch auf einer beschaulichen Länge. Nur wenn sie richtig nass sind, fallen sie deutlich über die Schultern.

… eröffnen Puzzle für mich ungeahnte Möglichkeiten. Bisher fand ich vor allem das Rausschmeißen der Teile toll, oder auch das Rausdrücken, wenn es da so kleine, runde Löcher auf der Rückseite hat. Aber jetzt schaffe ich es sogar, die Teile wieder an der richtigen Stelle einzufügen – und zwar (fast) ohne Hilfe. Mit jeder weiteren Runde werde ich besser und mache das mit Sicherheit bald komplett alleine.

… gehe ich gerne mit meiner Mama einkaufen. Inzwischen darf ich sogar ohne Sicherungsgurt im Einkaufswagen sitzen, weil ich die meiste Zeit brav sitzen bleibe. Nur wenn Josia dabei ist, muss ich in die Rückentrage – aber auch das finde ich ok. Ach ja, beim letzten Einkauf habe ich Mama ziemlich gestresst, weil ich mich zu sehr für die Sachen im Wagen interessiert habe. Aber was spricht dagegen, dass ich die ein oder andere Sache schon mal auspacke und genauer in Augenschein nehme oder einen ersten Geschmackstest davon mache. Sonst kaufen wir am Ende Dinge ein, die ich gar nicht mag!

… riskiere ich auch mal eine dicke Lippe. Als ich Mama beim Tragen der schweren Tasche helfen wollte, hatte ich das Stolpern natürlich nicht einkalkuliert. Und dann war die Landung sehr unsanft und die Schneidezähne etwas zu scharf für die Lippe. Zum Glück hat es nicht zu heftig geblutet. Das ist eben der Nachteil, wenn die Zähne so groß sind.

… kann ich zwar sehr gut verstehen, was man mir so sagt. Es zu tun bzw. zu lassen- was deutlich öfter von mir verlangt wird – ist allerdings eine ganz andere Sache. Ganz ehrlich, ich tue lieber so, als hätte ich die Ansage gar nicht gehört. Vor allem dann, wenn ich es nicht hören will. Und dann mache ich einfach so weiter als wäre nichts gewesen…

… folge ich meinen Geschwistern in den Pool, sobald sich die Gelegenheit dazu ergibt. Zwischendurch war mir das Wasser viel zu kalt, aber jetzt ist es schön warm.

… bedeute die Milchflasche am Abend exklusive und intensive Mama-Zeit für mich. Wenn Mama da ist, dann darf nur sie mir die Flasche geben.

… liebe ich Steine über alles. Ich schleppe sie gerne hin und her, verschenke oder bunkere sie. Werfen finde ich auch cool – aber leider darf ich das nicht immer. Steine sind klasse!

… sieht man mich nur selten ohne blaue Flecken, Beulen und Kratzer. Irgendwie kommt mir des Öfteren etwas in den Weg, oder ich mache einen Köpfer vom Sofa, nehme die Ecke mit, verstolpere mich beim Laufen… was weiß ich, wie das alles immer von statten geht. Und dann gibt es da noch die Katze, mit der ich mich an manchen Tagen ein wenig anlege. Also eigentlich bin ich ja immer ganz liebevoll und will einfach nur kuscheln, oder sie ein bisschen untersuchen. Naja, ich habe sie auch schon mit meinem Rutschauto angefahren, weil sie mitten auf meinem Weg lag. Dann kommt es schon mal vor, dass sie ihre Krallen ausfährt.

Wer viel arbeitet, bleibt nicht grundsätzlich unversehrt dabei. Da kann man sich auch mal was einklemmen, oder wenn der Stein dann doch zu schwer wird, plumpst er auf den Fuß, oder mein Bruder schupst mich um, oder… Es gibt da wirklich viel! Ich denke, das Hauptproblem liegt letztlich darin, dass diese Schrammen und Flecken viel zu lange brauchen, bis sie wieder verschwunden sind. Da ist es nicht verwunderlich, dass ich mir davor schnell zwei, drei neue Schrammen einheimse. Ganz ohne geht gerade nicht bei mir.

… esse ich gerne und viel – und zwar meistens zwischendurch. Je nach Essensangebot kann ich aber auch bei den offiziellen Mahlzeiten gut mithalten. Besonders beliebt sind Kekse, Schokolade, Eis,… also eigentlich alles, was süß ist. Nur gibt es das bei uns leider nicht in Endlos-Schleife. Wurst ist aber auch erste Klasse!

… liebe ich Beeren jeglicher Art, vor allem, wenn ich sie eigenhändig von den Sträuchern zupfen kann. Aber sie schmecken auch aus der Schüssel gut.

… bin ich unverzüglich zur Stelle, wenn es jemand wagt, Mama oder Papa zu nahe zu kommen. Das ist nämlich ausschließlich mir vorenthalten. Ich verstehe auch nicht, warum sich Mama und Papa überhaupt umarmen müssen. Das ist doch mein Platz und meine Aufgabe. Und ich bin auch ziemlich erfolgreich, wenn´s dann ums Wegdrücken geht 🙂

… kann ich schon richtig toll und selbständig klettern. Also ich finde es super, dass wir nun wieder auf Spielplätzen toben können und nicht mehr ausschließlich auf unseren Keller zurückgreifen müssen.

Also manchmal bin ich dann doch lieber alleine!
unser privater Spielplatz bleibt der Dauerbrenner

… zählen Rutschen und Schaukeln zu meinem täglichen Sport. Wie gut, dass beides nur ein paar Treppenstufen von mir entfernt zu finden ist. Und ich rutsche inzwischen furchtlos und ohne zusätzliche Bremsversuche von aufpassenden Personen. Mama, ich bin „so groß“ – ja, diese zwei Wörter kann man nicht oft genug sagen, wie ich finde.

… kann ich schon ganz alleine auf einer richtigen Schaukel schaukeln. Und Rutschen auch im Gegenverkehr nutzen. Denn was der große Bruder kann, das muss ich nämlich auch testen. Und zwar so lange, bis es klappt.

… fordere ich willensstark und unermüdlich meinen Schnuller ein. Ihn nur für die Zeit zum Schlafen zu bekommen ist für mich im Moment einfach viel zu wenig! Ich weiß ja auch ganz genau, wo meine Schnullis immer liegen. Also heißt es laut jammern und klagen, bis jemand schwach wird und ich bekomme, was ich so dringend brauche.

… habe ich sehr viel Freude daran, in das Bett meines ganz großen Bruders zu steigen. Der findet das natürlich ziemlich blöd und es gibt deshalb öfter Stunk. Aber da sich Josia auch nichts daraus macht, lassen wir zwei uns diesen Spaß nicht einfach so rauben.

… arbeitet mein Mund immer mit. Das geht ganz von selbst und ich kann da auch nichts dagegen tun. Aber mich stört das ja nicht, wenn ich die Zunge hin und her schiebe oder den Mund auf und zu mache. Schließlich richte ich meine ganze Konzentration auf das, was ich gerade versuche zu tun. Sei es Hockey spielen, oder einen Ball werfen, oder über einen Balken balancieren oder einen Turm bauen, oder …

… klopfe und schlage ich gerne – andere Leute oder Gegenstände. Mit der Gabel auf den Esstisch, mit den Fäusten auf Papas Bauch, mit beiden Händen Mamas Gesicht. Die Liste ist endlich, denn grundsätzlich kann man alles klopfen, finde ich.

… habe ich bereits drei Meere persönlich kennengelernt. Nach der Nordsee (Pfingsten 2019) folgte der indische Ozean (August 2019). Und über Pfingsten durfte ich die Ostsee erkunden. Mein Fazit: Strand und Meer finde ich absolut klasse!

Und hier gibt es noch mehr von mir zu lesen.

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