schon eingelebt?

„Na, habt ihr euch schon eingelebt?“

Dies ist vermutlich die am häufigsten gestellte Frage, die wir zu hören bekommen. Der genaue Wortlaut variiert von „eingelebt“ bis „angekommen“ usw., aber so oder so geht es in die gleiche Richtung.

Es ist natürlich irgendwie naheliegend, diese Frage zu stellen – würde ich an der Stelle der anderen mit Sicherheit auch tun 🙂 Und es ist auch schön zu sehen, dass unser Umfeld uns überhaupt wahr nimmt und den Kontakt mit uns sucht.

Aber ehrlich gesagt ist es gar nicht so einfach für mich, auf diese Frage eine richtige Antwort zu geben. Die ganze Sache ist dafür viel zu komplex und mir fehlt momentan eindeutig die Zeit, um richtig in mich hinein zu hören oder zu fühlen.

Wenn ich auf unseren Alltag schaue dann kann ich folgendes sagen. Ja, unsere Kinder sind bis zu einem gewissen Grad in ihrem neuen Alltag angekommen. Sie gehen täglich zur Schule, machen ihre Hausaufgaben und treffen sich vereinzelt sogar schon mit anderen Kindern zu spielen. Wir essen und schlafen (meist regelmäßig), kaufen ein, erledigen diverse Arztbesuche und haben die Wohnung in einen nutzungs- und wohnfähigen Zustand versetzt. Das alles, was hier derzeit abläuft, ist für uns alle nicht sonderlich neu, denn schließlich haben wir im Lauf der Jahre etliche Gastspiele dieser Art zusammen gemeistert. Und genau so fühlt es sich – zumindest für mich – die meiste Zeit auch an! Wie ein weiteres Gastspiel!

Wenn man nur diese Aspekte in Betracht zieht, dann sind wir wohl tatsächlich schon angekommen und haben uns eingelebt. Weder das Haus ist neu für uns noch die Stadt, in der wir derzeit wohnen, sowie die örtlichen Einkaufsmöglichkeiten und Schulen – all das ist uns größtenteils vertraut. Wir kennen auch etliche Leute und haben sogar Freunde und einen Teil der Verwandtschaft hier. Was will man mehr?!

Aber sind wir deshalb tatsächlich schon angekommen?

Was heißt „angekommen sein“?

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