Freitagstelegramm der Daheimgebliebenen

Der SCHLAF fand für mich zwischen 22.15 Uhr und 0.55 Uhr statt. Danach gab es eine viel zu lange Wachphase, hervorgerufen von Josia aufrecht erhalten durch Ben… so gegen 3.20 Uhr hab ich den Zwerg dann zu mir ins Bett geholt, was bei ihm direkt zu sichtlicher Entspannung geführt hat. Dieses Kind braucht eben manchmal extra viel Nähe 🙂 Und nun war sogar für mich noch ein bisschen Schlaf möglich.

Während meiner ausgedehten Zwangs-Wachphase kreisten meine Gedanken irgendwann über die mögliche Wohnraumnutzung – denn genau genommen gibt es hier im Haus einfach mehr Leute als Zimmer. Ich sehe darin kein grundsätzliches Problem, aber Benjamin kann eben auch nicht auf ewig im Kinderbettchen direkt neben mir schlafen. Und so mitten in der Nacht zwischen Händchenhalten, Schnullersuche und konzentriertem Lauschen auf die Geräusche aus dem Kinderzimmer, entwickeln sich wirklich die verrücktesten Ideen.

Josia wollte wie üblich um 5.30 Uhr aufstehen. Benjamin war bereits seit kurz vor fünf zunehmend unruhiger und weinerlich. Als ich meine Hände mal wieder für mich hatte, bin ich schnell los und habe den Großen zu mir ins Bett geholt – ist ja genügend Platz, wenn der Ehemann nicht da ist. Aber die Schlummertaste hat nicht wirklich funktioniert und als die zwei dann den jeweils anderen bemerkt hatten, war die Nacht endgütlig rum. Und das leider wieder vor 6 Uhr morgens…

Nun folgten die gewohnten Abläufe an einem Schul-Morgen; einzige Ausnahme: Romy war nicht da wegen auswärtiger Übernachtung und Nasya musste erst nach halb elf los, weshalb sie natürlich erst später zum Frühstück kam. Nach einer kurzen Aufräumtour sind meine Schwiegermutter, Ben und ich noch eine kleine Runde einkaufen gegangen. Und mein kleiner Frühaufsteher ist dann tatsächlich auf dem Rückweg eingeschlafen, obwohl es erst 10 Uhr war!

So konnte ich daheim alles in Ruhe verräumen, weil Ben ja selig geschlummert hat – und das sogar fast 2h lang. Da sich die Bibi um die Kartoffeln gekümmert hat, habe ich mein kleines Bastelprojekt in Angriff genommen und bin erst später in die Küche dazugestoßen.

Kurz nach dem Mittagessen kam Josia nach Hause. Es wurde eine Runde im Keller gespielt und in der Kinderküche gekocht, bevor es gegen halb vier noch Runde auf den Spielplatz gehen sollte. Da mein Schwiegervater auch mit raus wollte, konnte ich mich problemlos ausklinken und die freie Zeit für einen Kurzbesuch auf der Wöchnerinnenstation nutzen. Meine Freundin hat gestern nämlich ihr Baby bekommen. Das war richtig schön!

Ich kam gerade rechtzeitig für die Fahrt zu den Rangern nach Hause. Und als ich davon zurückkam und von den vier Spaziergängern immer noch nichts zu sehen war, bin ich zu ihnen auf den Spielplatz gelaufen. Ein wenig frische Luft tat auch mir sehr gut und ich fand die Jungs bei der Schlacht im Sand vor. Es hat noch ein wenig gedauert, bis ich Josia vom Sandkasten und seinem Loch, welches er in diesem Moment zielstrebig weiter vertiefen wollte, losreißen konnte.

Daheim ging´s ohne Umweg in die Badewanne. Säubern und aufwärmen hatten beide dringend nötig! Der Spaß ließ nicht lange auf sich warten und es wurde viel gelacht und im Schaum geblubbert… bis Josia wieder irgendwann den Stöpsel gezogen hat.

Nun wartete das Abendbrot auf uns. Anschließend musste ich erneut los, um Kinder wegzubringen und abzuholen. Und als ich zurück war, ging es nach und nach ins Bett. Josia konnte noch ein paar Runden Memory mit seiner Oma spielen, während ich mit Ben zugange war. Und dann hat auch er brav sein Bett aufgesucht. Diesmal musste die Puppe mit – sein Ben, den er ganz fürsorglich zugedeckt und für die Nacht geküsst hatte.

Joel und Annelie haben mit ihrer Bibi Karten gespielt, und ich konnte mich währenddessen ein bisschen mit meinem Mann austauschen, der ebenfalls einen sehr vollen und langen Tag hatte. Jetzt wartet nur noch der Schlaf auf mich, denn die zwei Großen, die aktuell noch beim Jugendtreff sind, werden heute glücklicherweise von einem Bekannten nach Hause gebracht.

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