Wochenstart der Daheimgebliebenen

Der Weckruf kam zuverlässig um 5,40 Uhr. Und diesmal hatte Josia sogar das Licht angeknipst. Naja, eigentlich knipst er es jeden Morgen an. Aber in der Regel achte ich darauf, dass die Wechselschaltung so ist, dass es nicht angeht. Es gibt nämlich zwei Lichtschalter in diesem Zimmer und einer davon ist ausgerechnet genau in Josias Bett.

Joel ist davon zum Glück nicht wach geworden und ich habe das Licht unverzüglich wieder ausgemacht. Bei meiner Ankunft im Kinderzimmer war direkt klar, dass Josia bereits die Windel voll hat. Also schnell wickeln und dann nochmals in unser Bett schlüpfen. Ich hätte ja nicht damit gerechnet, dass er unter diesen Bedingungen nochmals einschlafen würde… aber er ist es, und zwar so richtig. Ben kam allerdings nur wenig später. Wir konnten zwar auch noch ein bisschen zusammen kuscheln, aber dann wollte er aufstehen und so bin ich mit ihm schnell raus. Somit konnte Josia immerhin weiterschlafen.

Ich habe ihn dann um 6.40 Uhr geweckt, sonst wird es einfach zu hektisch mit dem fertig werden. Allerdings hat es echt ein bisschen gebraucht, bis er dann so richtig wach war. Schade, dass heute nicht Sonntag ist!

Viel Nennenswertes ist an diesem regenreichen Montag nicht passiert. Aber für mich gab es zwei persönliche Highlights. Zum einen war ich kurz nachdem alle Schulkinder (außer Romy) aus dem Haus waren tatsächlich seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder schwimmen. Und es tat richtig gut! Vom Hallenbad aus war es nicht mehr weit bis zum Kinderarzt, und so konnte ich gleich noch die Sache mit Romys Augentropfen regeln. Damit das mit dem Pink-Eye schnell wieder vorbei ist – hoffentlich ohne weitere Auswirkungen!

Nach meinem Frühstück sind wir dann ins nahegelegene Möbelhaus gefahren, weil meine Schwiegermutter gerne nach Vorhängen für die neue Wohnung schauen wollte. Ben fand das alles sehr spannend und war kaum zu bremsen, obwohl er bei der Hinfahrt beinahe eingeschlafen wäre. Sie wurde fündig und dank Angebot war´s auch noch richtig günstig.

Exklusive Spielzeit, während Ben sein Schläfchen hält

Ach, das zweite Highlight war die reibungslose Abwicklung unseres Telefonbieterwechsels zum heutigen Tag. Ich hatte da schon ein bisschen Sorge, wie das alles klappen soll, wenn mein Mann sich nicht darum kümmert. Aber das Auswechseln der Fritzbox habe ich tatsächlich ganz eigenständig geschafft – einfach ein Stecker nach dem anderen bei alt raus und an der gleichen Stelle bei neu wieder rein. Und das Internet ging dann auch kurz darauf ganz problemlos.

Für die Einrichtung des Telefonanschlusses hatte mein Mann schon vor Wochen unseren IT-Freund angefragt. Und der kam nach Feierabend kurz bei uns vorbei und hat alle Weiteren Einstellungen ganz gekonnt angepasst. Die Telefone klingeln nun also auch wieder – wenn einer anrufen sollte 🙂

Am Nachmittag habe ich die Gunst der Stunde genutzt, als Benjamin ganz friedlich mit seiner Oma gespielt hat, und bin endlich mal ein paar der Kisten und Taschen in meiner Waschküche angegangen. Dort lagert nämlich schon seit Wochen – oder vielleicht eher Monaten – die aussortierte Kleidung von Joel und Josia ziemlich improvisatorisch. Dazu kam vor kurzem noch ein Paket von meiner Schwägerin mit einigen Kleidungsstücken bei uns an. Nun ist all das durchsortiert und ordentlich in Kisten verpackt, denn aktuell ist es noch zu groß für die zwei Jüngsten.

Es gibt noch mehr Kisten, die durchgeschaut und teilweise evt. auch aussortiert werden sollten. Aber dafür blieb dann leider keine Zeit mehr, da Josia von der Schule nach Hause kam und erst mal essen wollte.

Ben war natürlich sofort mit von der Partie und Joel wollte auch. Also gab es eine Runde Joghurt für alle und weil das noch nicht genug war noch ein Stück Marmorkuchen. Mitten ins Chaos der „Raubtierfütterung“ – so hat es sich zwischendurch echt angehört hier – und Telefoneinrichtung kam dann die Lady vom Sozialdienst. Pflichtbesuch wegen unseres Pflegeanspruches. Wir waren aber zum Glück schnell durch mit diesem Zettel – der zum neuen Jahr hin einfach mal doppelt so umfangreich ist, wie davor noch.

Autos über den Esstisch flitzen lassen

Zum Abendessen hatten sich die Kinder Luftbrot von Oma gewünscht. Und so musste ich erst noch den Sonnenschirm in der überfüllten Garage hervorkramen, damit die Bibi nicht im Regen stehen musste. Unsere Fritteuse hat nämlich Küchenverbot meinerseits.

Während sie fleißig am Brot frittieren war, haben wir genüsslich verspeist, bis Josia irgendwann die Vollkrise bekam. Auslöser war meine Ansage, dass ich ihn heute ausnahmsweise mal nicht zu Bett bringen werden – wegen Elternabend.

Da ist bei ihm dann irgendwie die Sicherung durchgebrannt. Ich weiß gar nicht, wie lange er letztlich laut weinend auf meinem Schoss gesessen hat. Aber für mich war klar, dass ich eine Verspätung beim Elternabend in Kauf nehmen werde.

Das kurze Telefonat mit Papa hat die Sache nämlich auch nicht retten können und das Gebrüll ging munter weiter. Dafür war Benjamin total happy, seinen Papa zu sehen!

Ich habe also beide Kinder wie gewohnt fürs Bett fertig gemacht und dann erst Ben und anschließend Josia in den Schlaf begleitet.

Beim Elternabend treffe ich über 20 Minuten zu spät ein. Aber wirklich Wichtiges versäumt habe ich wohl nicht. Die kurze Fahrt mit dem Rad tat richtig gut und so hatte ich immerhin noch eine weitere sportliche Einlage an diesem trüben Regentag. Nun schnell ins Bett und gute Nacht!

Heute gibt´s sogar noch ein paar Bilder, die mein Mann aus Afrika mit uns geteilt hat. Er ist aktuell im Südwesten Tansanias unterwegs – jeden Tag ein neues Abenteuer.

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