Novembertage

Nun liegt der November fast schon hinter uns. Auf manchen Blogs und bei Instagram gab es nachdenkliche Texte und sogar besondere Aktionen zu diesem Monat (bewusst novembern usw), da er unter all den Monaten nicht gerade zu den Favoriten zählt. Mit den goldenen Herbsttagen, welche uns der Oktober auch in diesem Jahr reichlich geschenkt hat, und dem Glitzer und Glanz der Vorweihnachtszeit, lässt sich eben nur schwer wetteifern. Mr. November hat von Haus aus nun mal meist Kälte, Nebel und Nässe im Gepäck, bestückt mit diversen Gedenktagen rund um den Tod. Wer ruft da schon lauthals: „Her damit!“?.

Wenn ich auf unsere vergangenen vier Wochen zurückblicke, war da gar nicht so viel von der üblichen Nässe und Kälte. Die typisch nebelgrauen Tage waren gezählt und wir wurden erneut mit erstaunlich viel Sonnenschein und sogar manch milden Tagen beschenkt – -zumindest hier in Süddeutschland. Vermutlich trägt auch das dazu bei, dass ich es noch nicht so ganz glauben kann, dass wir morgen wirklich schon den letzten Monat des Jahres betreten.

Als ich vor einigen Tagen mein Rad bei uns durch den Friedhof geschoben habe, ist mein Blick an den kahlen Bäumen hängen geblieben. Plötzlich ist wieder so viel Luft und damit zugleich auch Raum für Licht. Und in diesem Moment war ich dankbar über diese Tatsache. Das mit den Bäumen und ihrem Laub ist einfach so perfekt geregelt – in unserer Zone zumindest. Auf Sansibar hat uns dieser Kreislauf nämlich fast gänzlich gefehlt… aber nur fast.

An Tagen, in denen die Schatten immer endlos lang sind und sich die Sonne konstant in Tieflage befindet, wenn sie sich denn überhaupt sehen lässt, sind lichte Bäume nämlich ein echter Segen. Schließlich möchte ich so viel wie möglich von den wertvollen Sonnenstrahlen erhaschen! Und zugleich ist es eine Wohltat, wenn man sich an einem heißen Sommertag in den Schatten eben dieser Bäume zurückziehen kann.

Da es sich mit kleinen Kindern recht ähnlich verhält wie mit Hunden – in Hinblick auf das Thema Ausgang wohlgemerkt – haben wir unseren Rhythmus den stets kürzer werdenden Tagen angepasst. Und so findet man uns, wenn es das Wetter erlaubt, meist unmittelbar nach Ben´s Mittagschläfchen an der frischen Luft.

Benjamin hat in diesem Zusammenhang eine neue Liebe entdeckt, die gefiedert und im Watschelgang unterwegs ist. Seit er weiß, dass es hier in der Nähe einige Stellen gibt, wo man Enten findet, will er immer genau dahin gehen.

Im Gegensatz zu seinem Bruder besteht er überwiegend auf eigenständige Fortbewegung. Und so ziehen wir drei dann los, Ben auf seinem Laufrad und ich mit dem Fahrrad inklusive Anhänger, in welchem Josia thront. Und spätestens, wenn es auf dem Rückweg den Berg hoch geht, steigt auch Benjamin freiwillig in den Hänger und lässt sich kutschieren.

Für Ben brachte der November eine große Veränderung. Er darf nun an zwei Vormittagen in der Woche für ein paar Stunden in die Spielstube. Die ersten Male war ich natürlich noch dabei. Aber seit der dritten Woche bleibt er allein dort. Wobei er am Montag nicht ganz so glücklich über diese Tatsache gewesen ist. Er hätte lieber mit mir als mit den anderen Kindern gespielt. Und er hatte auch im Vorfeld schon angekündigt, dass die Spielstube heute zuspeet (zugesperrt) sei und er nicht mit Klara, seiner Cousine, dort spielen würde.

Und dann gab es da noch einen Mini-Umzug bei uns. Für Joel ist es schon seit längerem ein gewisser Stressfaktor, dass Josia und Ben so oft in seiner Zimmerhälfte spielen. Aber dort ist eben der Großteil des Spielzeugs gelagert, es gibt deutlich mehr Licht und dazu noch spürbar mehr Platz. Nach Rücksprache mit dem großen Sohn haben wir nun beschlossen, dass die zwei Jungs ihre Zimmerhälften tauschen könnten. Joel fand die Idee gut. Und da er deutlich weniger Zeit in seinem Zimmeranteil verbringt als die zwei kleinen Jungs in Josias Hälfte, und er obendrein eigentlich nicht mehr so viel Fläche für ausgedehntes Spielen benötigt, haben wir uns Mitte November ans Umräumen gewagt. Josia war total aus dem Häuschen und voller Eifer dabei – was nicht immer hilfreich war. Aber das ist ihm natürlich völlig egal.

Verpacken von Josias Spielsachen
Stockbett umdrehen und Schreibtische verstellen

Also bisher kann ich sagen, dass der Tausch gut ist und einige Vorteile mit sich bringt. Die zwei Kleinen haben auf jeden Fall deutlich mehr Platz zu spielen und nutzen diesen auch. Und Joel hat es sich in seinem neuen, kleinen Reich auch ganz gemütlich gemacht.

Ein weiterer großer Punkt auf meiner To-do-Liste im November sind alle Jahre wieder die Adventskalender meiner Kinder. Für Klein Ben gab es nämlich noch keinen! Und für die vier großen Kinder hatte ich in Erwägung gezogen, ihre Kalender nach all den vielen Dienstjahren doch noch auf 24 Säckchen auszuweiten. Bisher hatten sie nämlich nur je 12 Säckchen, weil sie sich in den ersten Jahren – damals noch auf Sansibar – immer einen Adventskalender zu zweit geteilt haben.

Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Ziel erreichbar ist, weil ich an vielen Tagen selbst für die notwendigen Alltagsdinge nicht genügend Zeit geschweige denn Ruhe finde! Aber ganz nach dem Prinzip „steter Tropfen höhlt den Stein“ hatte ich es sogar deutlich vor Ablauf des Novembers geschafft! Ich habe die Nähmaschine einfach in meinem Arbeitszimmer auf dem Schreibtisch stehen lassen, und immer wenn ich für ein paar Minuten Luft hatte, wurden schnell ein paar Säckchen zusammengenäht. Ab und an fand das auch mit Ben auf dem Schoß statt.

Und dann waren die 72 neuen Säckchen irgendwann einfach fertig und ich konnte mich dem Befüllen zuwenden. Auch das verlief in diesem Jahr anders als sonst, denn ich habe wirklich merklich früher mit der ganzen Prozedur begonnen und mich auch hier immer nur stückchenweise voran gearbeitet. Ich habe dabei zwar zeitweise den Durchblick verloren und musste sogar noch einen Inhalt nachträglich austauschen – weil in meiner Vorratskiste plötzlich etwas aufgetaucht ist, dass ich eigentlich verpackt dachte.

Das Aufhängen der Kalender zog sich dann ebenfalls über ein paar Tage. Aber ich konnte in diesem Zusammenhang neue Ideen umsetzen, was richtig Spaß gemacht hat. Ich brauche es einfach, ab und an kreativ tätig zu sein. Das liegt glaub in meiner Natur, was mir in den vergangenen Tagen mal wieder bewusst geworden. Irgendwie ist es schon auch traurig, dass ab morgen wieder alles Stück für Stück abgeräumt wird…

Ich habe in diesem Jahr nicht nur Kalender für die Kinder hergestellt und befüllt, sondern erstmals auch eine Adventsbox für die Nachbarschaft auf den Weg gebracht. Die Idee ist „geklaut“ und wurde in abgewandelter Version bereits seit Anfang November mit den Frauen aus unserer Frauenfrühstücksgruppe getestet. Da unsere wöchentlichen Treffen im Augenblick auf Pausemodus sind, pflegen wir auf diesem Weg immerhin ein bisschen Austausch und Gemeinschaft miteinander. Und weil Runde eins bei den Ladys sehr positiven Anklang gefunden hat, werde ich für den Dezember eine Adventsrunde starten; mit etwas abgewandelten Inhalt versteht sich.

Zurück zur Nachbarschaft. Ich werde diese Kiste am ersten Dezember „aussetzten“ und der Plan ist, dass sie jeden Tag bei einer anderen Familie bzw. Person vor der Türe steht. Eine Liste mit Adresse und Namen liegt bei, um der Sache einen kleinen Aktionsrahmen zu geben. Ich bin gespannt, wie es laufen wird.

Leider hatten wir Anfang November noch eine direkte Begegnung mit dem Tod, da Ha-Dis Onkel ganz schnell und unerwartet verstorben ist. Dabei ist es gerade mal zwei Monaten her, wo sein anderer Onkel ebenso plötzlich verstarb. Damals war Ha-Di auf Sansibar und konnte nicht zu Beerdigung. Diesmal war er dabei und durfte neben etlichen Verwandten auch fast alle Geschwister, zumindest für ein paar Stunden, wiedersehen. Sie hatten eine gute Zeit zusammen – soweit man das eben bei solch einem Anlass haben kann. Aber Ha-Di war schon sehr betroffen, dass er es nicht mehr wie geplant geschafft hatte, seinen Onkel zu besuchen.

Fast zeitgleich hat sich bei Ha-Di ein leichter Hörsturz eingenistet. Seither piept es bei ihm. Und die bisher versuchten Behandlungsversuche mussten fast alle wegen nicht vertragen abgebrochen werden. Er hat nun erst mal ein paar Tage etwas ruhiger gemacht. Da er aber kein Typ fürs Rumliegen ist, hat er ganz geruhsam und überwiegend ungestört unseren Chaos-Keller ein gutes Stück bearbeitet. Das tut auch mir gut.

Fast zur gleichen Zeit sprang es mir in den Rücken. Und das nicht bei schwerer Arbeit – nein, beim Zähneputzen. Es ist einfach nicht gut, dass ich schon so lange Zeit nicht mehr zum Schwimmen komme! Ich bin dann erst mal für einige Tage mit der Wärmflasche im Rücken unterwegs gewesen. Und natürlich noch ein bisschen Schmerztabletten obendrauf. Nach einem Besuch beim Physio – ich kam mir vor wie auf der Schlachtbank – hatte ich am Tag darauf erst mal tüchtig Muskelkater. Aber von da an ging es dann konstant besser. Wärme, Ibu, Verrenkungsübungen und Gebete haben geholfen – Halleluja! Aber beim Mann piepst´s leider noch immer…

Ich war in diesem Monat wirklich oft und teils auch lang mit meinen zwei kleinen Jungs draußen. Und wo mir früher noch die Zeit gegönnt war, in aller Ruhe, mit Tagebuch und Füller bewaffnet meinen Gedanken und Gefühlen ein bisschen auf den Zahn zu fühlen, so bin ich inzwischen seit Jahren auf andere Zugangswege angewiesen. Zum Schreiben fehlt mir einfach ständig die Zeit! Es fällt leider, wie viele andere Dinge, einfach vorn über. Ja, die besagte lange Bank, auf die man ständig alles schiebt, ist eben auch nicht unendlich lang.

Zurück zu dem, was ich eigentlich gerade erzählen wollte. Ich hatte in den letzten Wochen tatsächlich viele gute Gedanken-Momente, oder wie auch immer man es nennen mag. Wenn wir drei auf vereinsamten Spielplätzen oder am Fluss bei den Enten verweilen und die Kinder einfach nicht weiter wollen, und man wartet, und wartet, und wartet, und zuschaut, was sie so tun, da hat man dann echt viel Zeit zum Nachdenken. Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass ich solche Momente damit verschwenden kann, mich aufzuregen. Ja, das geht echt einfach. Ich muss nur darüber nachsinnen, was ich nun stattdessen alles an „sinnvoller Beschäftigung“ tun könnte und vielleicht auch sollte – denn wie gesagt ist auch meine To-Do-Liste gefühlt endlos. Und wenn ich diesen Weg betrete, dann befinde ich mich ganz schnell in einem großen, düsteren Labyrinth, es kommt ein Ding zu nächsten und schon sieht es ziemlich deprimierend aus. Was dabei herauskommt, muss ich sicher nicht weiter erläutern, denn in der Regel ist es nichts Gutes.

Ich kann aber auch einfach in Ruhe in mich hineinhören. Irgendwo habe ich mal gelesen oder gehört, dass man sich immer mal wieder mit offenen Ohren selbst beim Denken zuhören sollte. Wenn man das bewusst tut, dann entdeckt man nicht selten ziemlich skurrile Gedankengänge.

Aber nicht nur das. Wenn man genauer hinschaut bzw. hinhört kann man eventuell auch entdecken, was einem gerade fehlt oder welche Wünsche da tatsächlich in einem schlummern. Gerade zweiteres ist für mich ein großes Übungsfeld – aber dazu vielleicht ein anderes Mal.

Denn eigentlich wollte ich ja über die Sache mit dem Gedenken schreiben, nachdem der November von Feiertagen dieser Art gleich ein paar mit sich bringt. Diese Türe wurde für mich durch besagte Impulse im Internet (Blogs, Instagram usw) einladend aufgestoßen. Und dort konnte ich auch an der ein oder anderen kleinen Geschichte zu dieser Thematik Anteil haben.

Aktives Gedenken ist nicht ausschließlich mit Trauer und Schmerz verbunden, sondern kann durchaus auch die wärmenden Strahlen der Dankbarkeit aufleuchten lassen.

In der Natur hat sich mir dieses Geheimnis in den vergangenen Tagen mehrfach auf unterschiedlichste Weise ein wenig enthüllt. Denn diese Jahreszeit zeigt an so vielen Stellen genau den gleichen Kontrast, der sich da in meinem Seelenleben offenbart hat. Es ist eine ganz einzigartige Mischung. Dieses Spiel der Farben am Himmel in einer leuchtenden Intensität und Vielfalt, die kaum zu beschreiben ist, geschweigedenn wirklich einzufangen in Bildern oder Worten. Und dagegen stehen die Eintönigkeit der dreckig, leeren Felder und der dürren, leblos wirkdenden Bäume, die bei genauerer Betrachtung selbst jetzt und zu dieser Zeit die sichtbaren Zeichen des Lebens tragen. Teils in Form üppiger Früchte, die in ihrer Leuchtkraft so unverschämt verschwenderisch sind, und wo das fehlen mag gibt es auf jeden Fall die zarten, oftmals ganz unscheinbaren Knospen der neuen Blätter – bereit für den kommenden Frühling.

In diesem Jahr sind aus unserer unmittelbaren Verwandtschaft drei liebe Menschen verstorben. Sie waren alle deutlich über achtzig, teils sogar über neuzig Jahre alt, hatten ein volles und segenreiches Leben und in diesem Sinne auch ein reiches Erbe, welches sie uns als nachfolgenden Generationen hinterlassen. Ihr bester Freund war Jesus und genau bei ihm dürfen sie nun sein! Aber wir vermissen sie natürlich dennoch hier; Ha-Dis Opa und seine zwei Onkels. Oder nennt man es Onkeln?

Und dann sind da unsere beiden Omas, die in den letzten Jahren nicht nur körperlich, sondern auch in ihrer Erinnerungsfähigkeit merklich abgebaut haben. Und es ist nicht immer leicht, wenn man direkt miterlebt, wie Teile dieser geliebten Menschen einfach verschwinden und sie nicht mehr so sind, wie man sie eigentlich seit jeher gekannt hat.

Bei meiner „Gedenken-Reise“ der vergangenn Tage sind mir wirklich viele Momente, Erlebnisse, feste Traditionen und wertvolle Familienmomente mit diesen zwei wunderbaren Frauen in den Sinn gekommen. Vieles davon sind Schätze, die ich in meinem Herzen tragen werde, so lange es mir möglich ist. Es sind Erinnerungen, die ich nicht missen möchte und die mich mit Sicherheit auch auf ihre Art und Weise geprägt haben.

Meine Oma konnte z.B. den weltbesten Käsekuchen backen – und das sage nicht nur ich, sondern unsere gesamte Großverwandtschaft, in der es auch etliche Fachleute gibt, wenn´s ums Backen geht. Und auch ihr Marmorkuchen war unschlagbar! Ich bin dankbar, dass dieser seit vielen Jahren auch mein Standartrezept ist.

Und dann gab es da noch die großen Neujahrsbrezeln, die für mich ebenfalls unschlagbar waren. Ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn es die bei meiner Oma gab – ob bei ihr zu festlichem Anlass oder als Geschenk für uns Zuhause.

Die Pfannenkuchen von Ha-Dis Oma waren die besten, die ich je gegessen habe. Es war immer ein Geschenk, über das sich alle Familienmitglieder gefreut haben, wenn Oma sie auf Sansibar für uns gebacken hat.

Wenn ich an diese Dinge zurückdenke, kommt mir nicht nur der Essgenuss in den Sinn, sondern zugleich auch die ein oder andere Begebenheit, die sich drum herum ereignet hat. Außerdem sind meine Oma-Erinnerungen nicht ausschließlich essensbezogene. Denn da wären auch noch diese Schürzenkleider. Keine Ahnung, ob das ein typisches Oma-Ding ist, denn in diesem Fall betrifft es nämlich beide Omis. Wenn meine Oma uns in meinen Kindheitstagen besuchen kam, dann hatte sie immer ihre Schürze im Gepäck. Und kaum war sie da, zog sie diese über und nahm die nächstbeste Aufgabe in Angriff, denn in ihren Augen gab es immer was zu tun. Auch wenn meine Mutter stets darauf bedacht war, dass wir vorab möglichst alles an Arbeit erledigt hatten, und es nichts zum Aufräumen, Putzen oder Bügeln gab. Ich fand das als Kind irgendwie doof. Nicht nur, weil ich in diesem vorab-klar-Schiff-mach-Prozess aktiv eingespannt wurde, sondern weil ich persönlich kein Problem darin erkennen konnte. Wenn Oma helfen will dann soll sie das doch gerne tun, oder? Naja, das war irgendso eine Mutter-Tochter-Ding. In den meisten Fällen hat meine Oma natürlich trotzdem was gefunden. Und es kam durchaus auch vor, dass es vorab so abgesprochen war – was ich deutlich entspannter fand.

So oder so gab es da eine Vielzahl an Kittelschürzen um mich herum. Meine Mutter hatte nämlich auch welche, aber bei ihr waren sie nicht so zuverlässig im Einsatz. Dennoch befinden sich ein paar, in meinen Augen besonders schicke, Schätze bis dato in meinem stolzen Besitz.

Ha-Dis Großeltern bei einem ihrer Sansibar Besuche

Es ist schön, sich manche Erinnerung ganz bewusst ins Gedächtnis zu rufen. Und sie fühlen sich für mich an wie die wärmenden Sonnenstrahlen im November.

Nun aber nochmal zurück zum aktuellen Hier und Jetzt. Denn nachdem uns die Quarantäne schon ein paar Mal ganz aus der Nähe zugewinkt hat, kam gestern Abend um 22 Uhr der erste richtige Einschlag. Also blieb Romy heute brav daheim, während sich die restlichen Kinder wie gewohnt in die Schule aufgemacht haben.

Am Nachmittag erreichte uns der offizielle Anruf mit der Ansage, dass Romy bis zum 9.12. in Quarantäne bleiben muss. Sie ist damit aber nicht allein, da sich außer ihr ein Großteil der Parallelklasse und etliche Mädchen aus ihrer Klasse in Quarantäne befindet. Tja, sie hatten im Sportunterricht eben nur teilweise Masken getragen. Erst in der vergangenen Woche wurden einige Kinder aus der Stufe wegen einem positiven Fall nach Hause geschickt. Es dünnt sich langsam aus in der Schule.

Romy geht es eigentlich recht gut damit – bisher zumindest. Mal schauen, was die kommenden Tage bringen werden. Ich hoffe einfach, dass sie gesund bleibt und somit außer ihr kein weiteres Familienmitglied in Quarantäne muss. Bis jetzt ist sie fit. Keine Ahnung, ob Nasya ihre Maske ab jetzt auch daheim tragen wird. Sie nimmt das Tragen nämlich sehr ernst, weil sie um keinen Preis den regulären Unterricht versäumen möchte.

Ich habe die Gunst der Stunde direkt genutzt, und Romy zur Mithilfe bei der Befüllung von Joels Adventskalender überredet. War zum Glück nicht so schwierig, weil sie heute noch keine Aufgaben von der Schule gestellt bekommen hat. Wie weit das in den kommenden Tagen anlaufen wird, steht vermutlich in den Sternen. Die Lehrer haben ja dennoch ihren normalen Unterricht zu bewerkstelligen und sollen sich dann noch um die Online Plattform kümmern. Hat in der Zeit vor den Sommerferien während des Wechselunterrichts auch nur unbefriedigend funktioniert.

Also wir zwei haben heute Vormittag ganz in Ruhe den letzten Adventskalender fertig gemacht. Und nun kann der Dezember kommen!

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